Marc_Degens_Hier_keine_Kunst600
Roman. Erata 2008. Broschur, 200 Seiten.

»Dem Gang zum Bäcker, dem Besuch bei der Oma, einem Zwischenstopp auf dem Bahnhofsvorplatz von Wanne-Eickel entlockt Degens literarisch-poetischen Mehrwert. Formal ist dies kongenial umgesetzt: Er erweist sich als Meister der narrativen Tempodrosselung, als Erfinder eines literarischen Slowcores.« (Steffen Stadthaus, Hausblog Nottbeck)

»Degens schreibt fein und schräg, man lacht sich schlau und scheckig.« (Helge Hopp, Park Avenue)

»Eine großartige Abrechnung mit dem Schreib- und Künstlerwahn!« (Katharina Rutschky)

»Strukturell funktioniert das Buch so, als hätte John Waters die Ausgangssituation der Suche nach der verlorenen Zeit für einen Film verwendet. In der Hauptrolle: Hermes Phettberg.« (Gerald Fiebig, Am Erker)

»Popliteratur, Comic, Sciencefiction, B-Movies, Computerspiele, Werbung, Kneipengespräche und Abenteuerromane werden bei Degens [...] zu Materiallagern, deren Substrate er in seinem Beinah-Roman stilsicher montiert und mit treffenden Dialogen humorvoll in Szene setzt.« (Timo Berger, junge Welt)

»Marc Degens lässt seinen Antihelden genüsslich in den Wirren des Literatur- und Geschlechterkriegs treiben.« (Tina Manske, Titel-Magazin)

»Der Erzähler [...] befindet sich auf der Suche und möchte das Leben beim Schopf packen – immer wieder und immer neu, immer vergeblich, aber heiteren Gemüts bis fast zuletzt.« (Beat Mazenauer, Volltext)

»Ein anderes Echo fand ich in Marc Degens' (›fast ein Roman‹) ›Hier keine Kunst‹ (2008), das einen der Tooleschen Hauptfigur Ignaz irgendwie sehr verwandten Charakter in einer deutschen Kleinstadt zeigt. Die Verwandtschaft liegt vor allem in der familiären Sicherheit der Ansichten dieser Figuren, die in der Familienlogik aufgebaut sind und an denen sie sich keinen Zweifel einreden lassen. Degens gelingt, was den Stil betrifft, etwas, was auch bei Toole bemerkenswert ist: die Helden, die den Ton prägen, sind gebildet, legen wie selbstverständlich Wert auf Sprache, und trotzdem ist diese Sprache durch und durch verklebt mit Privata – wie eben bei Leuten, die nie von zuhause ausgezogen sind.« (Ann Cotten, Volltext)

Ohne Worte

»Hier keine Kunst« von Marc Degens, illustriert von Ulrike Steinke
Ein Auszug aus meinem Roman »Hier keine Kunst« erschien 2006 in »Das Magazin«, illustriert von Ulrike Steinke.