Vanity Love

Marc Degens: Vanity Love
Roman. Alkyon 1997. Broschur, 288 Seiten.

»Marc Degens ist der kafkaisch-joyceanische Strindberg der Generation X für Beckettleser, die gerne comiclesend fernsehen.« (Dietmar Dath)

Die Domestizierung

Bar »Jeder Vernunft«. Schäfchenwoldka Tresenwesen lesen mannsleere PuPullen mit Sonne Großtheke, ansonsten aber finsterloch: sextilverhold und reißverschloß. Deinnamephrasen, Deinalterblasen; tollglück, wen fragen rote Schlote, maibi rosa.
»Mammammam, gluckst dich Christusblut?«
»Date mal.«
Mit allen Flügeln spanndiert oLove Miet und Fraß, der Kauz teilt nur nich noch weitzech Muntel. Schickr, ach, in Himmelhummelfummelhölle, solo mio heute Nackt. Zoo triebts Mann mit Wleib in Belunken voll Giergaffen.
Fingerlackel streicht pars promille, wie steht er um den Heimwech? Vögel engt Gefiedel ein, Liebe hungert nach Gewurm.
Im Taxi, Warm in Warm, sucht Zunge dein Gehör, Kuckuck pfändelt warzelnd der Kosten Fahrt.
Hoch in den Wonneraum: auf Lederfesseln knautscht sich heil. Sekt weckt und leckt die Färse. Der Adler mausert sich zum Storch und bohrt nach Milch.
Wo frau saugt, verspritzt das ICH, je o je oje oje oje jejeje, ja!
Danach wäscht Engel Liebe ab, körperreicht und vollkußwund rennt Er versperrten Augs durch fremde Worte.
Immerzeit soll Vogel bahren dort! Drum greift sie fuchs das Messer: der Liebespfeil trifft herzgenau, nun sind sie ewig: Mann und Frau.

Schriftsteller wird Brauer

Verblüfft war ich, als ein Mann letzte Woche nach der grandiosen KWI-Lesung zu mir trat und in der Hand den Artikel »Schriftsteller wird Brauer« aus der #WAZ von 1999 hielt, zu dem er einige dringliche Fragen hatte. #fakenews99 #showdonttell