Von satt.org zu Minimore

satt.org war ursprünglich als gedruckte Zeitschrift unseres Verlags SuKuLTuR konzipiert gewesen und ging 1997 als Online-Magazin SATT ans Netz und dann im Jahre 2000 nach technischer und thematischer Neuausrichtung als satt.org online.

Die technische Voraussetzung für satt.org war das Internet als kostengünstiges Veröffentlichungsmedium für Texte ohne Längenbegrenzung.

Thematisch wollte satt.org eine Leerstelle füllen und gleichberechtigt über Literatur, Comics, Filme, Musik, Kunst, Politik und Gesellschaftliches berichten ohne zwischen U und E und zwischen Hoch- und Populärkultur zu trennen.

satt.org existiert weiterhin, Ende 2012 habe ich die Herausgeberschaft von satt.org niedergelegt und widme mich seitdem hauptsächlich um die 2014 an den Start gegangene E-Book-Boutique Minimore.

Die Motivation, Minimore zu gründen, resultierte ebenfalls aus unseren Erfahrungen als Verleger. Seit 2010 veröffentlichen wir unsere Leseheftreihe »Schöner Lesen« als E-Books für 99 Cent. Dabei stellten wir fest, dass Sichtbarkeit auf den üblichen E-Book-Plattformen von Amazon oder iTunes noch schwerer herzustellen ist als im herkömmlichen Buchhandel, weil die Plattformen schlicht alles anboten und Vermittler wie beispielsweise Buchhändler fehlten.

Mit Minimore haben wir nun eine E-Book-Boutique gegründet, in der wir nicht wahllos alle Titel anbieten, sondern E-Books von ausgewählten Verlagen und Autoren. Thematisch besetzen wir wiederum eine Leerstelle und sind m.W. die erste kuratierte deutschsprachige E-Book-Boutique.

(Notizen zur von Enno Stahl moderierten Podiumsdiskussion »Literatur und Neue Medien« mit Traudl Bünger, Jörg Sundermeier und Marc Degens im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage, EXPERIMENTALE, am 19.6.2015 im Heinrich-Heine-Institut)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.